Warum Hausfrau früher ein Full-Time-Job war…

Immer wenn ich nach ein paar stressigen Tagen einen Blick auf die Spüle in der Küche werfe, schießt mir derselbe Gedanke in den Kopf: „Nie wieder eine Wohnung ohne Geschirrspüler.“ Doch wenn wir darüber nachdenken wie das Leben früher war, ohne diese ganzen Errungenschaften im Bereich der Haushaltshilfen, sind wir heutzutage ganz schön verwöhnt. Selbst ohne einen Full-Time-Job mit einem relativ lockeren Studentenleben schaffe ich es kaum genug Motivation aufzubringen um regelmäßig das Geschirr zu spülen. Im Anbetracht der Tatsachen können wir leicht eruieren, warum Frauen früher oft „hauptberuflich“ die brave Hausfrau mimten.

Abwasch

Seit 1929 gibt es die elektrische Geschirrspülmaschine, wie wir sie heute kennen. Doch da selbst heutzutage nur circa 80 % der österreichischen Haushalte laut Statistik einen Geschirrspüler besitzen, ist zu bezweifeln das dieser in früheren Zeiten weit verbreitet war. Es dauert zwar länger bis man zu seinem sauberen Geschirr kommt, jedoch muss man bis auf das Aus- und Einräumen selbst keinen Finger rühren. So spart man sich bei einem vollen Geschirrspüler locker eine Stunde Zeit, die man anderweitig verbringen kann.

Doch nicht nur die technischen Errungenschaften in der Küche ersparen der modernen Frau jede Menge Zeit, sondern auch bei der Zubereitung von Essen in Form von Fertiggerichten ist dies der Fall. Nicht nur jene, die man sich schnell mal in die Mikrowelle stellt, sondern auch solche kleinen Helfer wie ein einfacher Suppenwürfel. Früher musste man stundenlang über einen Topf mit Wasser und Gemüse wachen, der mit der richtigen Würze und viel Glück vielleicht nach Suppe schmeckt. Heute ersetzt man das Gemüse einfach durch einen Suppenwürfel und in maximal einer halben Stunde hat man eine akzeptable Suppe.

StaubsaugerVSBesen

Und wie entfernt man die Brösel, die nach dem Essen teilweise am Boden zu finden sind? Mit dem Staubsauger – natürlich. Bereits vor über zehn Jahren waren laut Statistik mehr als 90 % der österreichischen Haushalte mit einem Staubsauger ausgestattet. Der Besen, der eigentliche Vorgänger des Staubsaugers, ist vermutlich auch noch in so ziemlich jedem Haushalt Standard und verstaubt – oder auch nicht, wenn er mal vom Staubsauger Besuch bekommt – mit großer Wahrscheinlichkeit in einer Ecke. Es ist aber auch viel anstrengender und zeitraubender zuerst Aufzukehren und dann alles in eine Schaufel zu packen, anstatt das in einem Arbeitsschritt zu erledigen.

Aber das wohl zeitsparendste Mittel, das der Hausfrau früher nicht zur Verfügung stand, ist die Waschmaschine. Ein paar Kilos an Wäsche packt man dort einfach hinein, die ohne jeden weiteren Handgriff wieder sauber und frisch werden. Kein mühsames Schrubben mit einem Stück Seife oder anstrengendem Auswringen der sauberen Wäsche. Das ist vermutlich auch der Grund warum laut Statistik eine Waschmaschine schon vor rund fünf Jahren in ungefähr 95 % der österreichischen Haushalte zu finden war.

Waschmaschine

Kein Wunder also das der Trend der „Ganztags-Hausfrau“ enorm gesunken ist. Hausfrau war früher einfach zwingend ein Full-Time-Job, damit der sprichwörtliche Schweinestall nicht in den eigenen vier Wänden zur Realität wurde. Heutzutage wird uns die Hausarbeit durch die vielen technischen Errungenschaften und anderen kleinen Helferlein enorm erleichtert und somit hat auch die Frau die Möglichkeit einer Tätigkeit oder einem Beruf nachzugehen, die oder der ihr beliebt.

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2 Gedanken zu “Warum Hausfrau früher ein Full-Time-Job war…

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